Unbewusst

8. Oktober 2018

 

foto Neulich las ich in Darkness in The Sunshine State eine Feststellung von Alex Webb

I generally work so unconsciously that I am not always certain of the dividing line between my rational awareness and my instinctual visual response. I often feel I learn most about what and why I am photographing when I look at the photographs after I’ve taken them.  

und konnte das gut nachempfinden. Es fällt mir glaube ich kein (ungestelltes) Foto von mir ein, das mit dem Plan entstanden ist, genau jenes Bild zu machen. Man sieht es erst, wenn man davor steht und selbst dann ist es keineswegs ausgemacht, mit dem Bild im Kasten am Ende auch nachhause zu gehen.

Meist entstehen auf einem Ausflug mit der Kamera nur wenige Fotos und eine ganze Rolle enthält dann einen Mischmasch verschiedener Gelegenheiten. Werden am Schluss mehrere Rollen zum Labor geschickt, ist das Ergebnis eine Vielfalt ganz unterschiedlicher Motive, die auf einen Schlag zurückkommen. 

Es dauert eine Weile, bis klar wird, was aus dieser Menge hervortritt. Und dann ist es so wie in Webbs Aussage. Erst beim nachträglichen Betrachten der Fotografien wird klarer, was und warum ich fotografiere.

Das ist aber auch eine Erkenntnis zur Herangehensweise beim Fotografieren. Je mehr es glückt, in diesen unbewussten Modus zu gelangen desto größer sind die Chancen für Bilder, die eine 'instinctual visual response' auf eine Wahrnehmung ergeben.

Foto:
Frankfurt, Juni 2018
Kodak Portra 400
Summicron-M 28





 

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